Der Ministerpräsident des Freistaates Bayern und CSU-Vorsitzende muss sich vor dem Stockacher Narrengericht verantworten. Das gaben die närrischen Richter am Dreikönigsabend bekannt.
Was ist das Stockacher Narrengericht?
Das "Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken" findet seit 1351 statt. Es lädt traditionell jedes Jahr eine prominente Politikerin oder einen Politiker zur Fastnacht ein und klagt ihn oder sie an. Am "Schmotzigen Dunschtig" wird die Klage gegen den Polit-Promi vorgebracht. Der oder die "Beklagte" wird in der Regel vom Ankläger parodistisch schuldig gesprochen, vom Fürsprech verteidigt und muss die Strafe in Wein begleichen. Cem Özdemir (Grüne) etwa war 2020 zu drei Eimern verurteilt worden. Ein Eimer entspricht etwa 60 Litern. Ein vergleichbar mildes Urteil ereilte 2025 Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) mit 60 Liter Strafwein. Eine weitaus höhere Strafe bekam der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) 2024 aufgebrummt: 240 Liter Wein und nochmal soviel Mineralwasser. Prominente Beklagte waren unter anderem Franz Josef Strauß (CSU), Angela Merkel (CDU) und Winfried Kretschmann (Grüne).


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