BEREICH KONSTANZ

Sylvester
Konstanz Für die Sylvester- / Neujahrsnacht konnten die Beamten des Polizeireviers Konstanz ein einigermaßen positives Resümee ziehen.
Es gab zwar zahlreiche Einsätze, große Unglücksfälle und schwer verletzte Personen gab es aber zum Glück nicht.
Im Bereich der Diskotheken und in der Innenstadt waren vereinzelte Körperverletzungsdelikte zu verzeichnen. Die im Voraus festgelegten Auflagen wurden eingehalten, die Abläufe in den Betrieben funktionierten.
Dank starker Kräfte konnten die Beamten effizient einschreiten und so viele Situationen rechtzeitig entschärft werden.

Im Zeitraum vom 31.12., 20.00 Uhr, bis 01.01., 05.00 Uhr wurden insgesamt 120 Notrufe abgearbeitet.

Der um 20.00 Uhr einsetzende Eisregen / Schneefall sorgte dafür, dass Publikumsmagnete wie Stadtgarten und Marktstätte zunächst nur mäßig frequentiert waren. Zum Jahreswechsel kamen dann kurzfristig viele Feiernde, welche es aber schnell wieder ins Warme zog. Somit trug das Wetter nicht unerheblich zum positiven Verlauf der Nacht bei. Dank der angepassten Fahrweise blieben schwere Unfälle im Revierbereich Konstanz aus.

Eine ca. 20 – 30-köpfige Personengruppe im Stadtgarten, aus der heraus sich immer wieder Störungen / Schlägereien entwickelten und die auf die ersteintreffenden Polizeikräfte sehr aggressiv reagierte, konnte mit dem Zeigen starker Präsenz von der Chancenlosigkeit etwaiger gewaltsamer Übergriffe überzeugt werden.

Körperverletzung
Konstanz Schwerverletzt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste ein 22-jähriger Mann, der an Sylvester gg. 23.50 Uhr zwei 16 und 17 Jahre alte Jungen ansprach und auf die Gefährlichkeit ihres Handelns aufmerksam machen wollte. Die beiden mit 1,2 bzw. 1,5 Promille alkoholisierten Jugendlichen brannten Feuerwerk in der Marktstättenunterführung ab und griffen den 22-Jährigen sofort an und streckten ihn mit einem Faustschlag nieder, sodass der Geschädigte bewusstlos zu Boden ging. Ob ein später aufgefundener Schlagring zum Einsatz kam, ist derzeit noch nicht gesichert. Der alkoholisierte aggressive 16-Jährige versuchte noch auf Begleiter des Geschädigten loszugehen und auch diese zu schlagen. Ein zufällig anwesender junger Polizeibeamter in Ausbildung ergriff jedoch den 16-Jährigen und fixierte ihn bis zum Eintreffen von Polizeikräften. Die beiden alkoholisierten Jugendlichen wurden an ihre Eltern überstellt.

Dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern nicht ungefährlich ist, mussten die Beamten bei weiteren Einsätzen in der Nacht feststellen.
Gegen Mitternacht flog eine Sylvesterrakete in der Karlsruher Straße auf einen Balkon und setzte dort zum Trocknen aufgehängte Wäsche in Brand.

Gegen 01.45 Uhr brannte ein Container auf dem Schulhof der Ellenrieder Schule.

Gegen 01.50 Uhr wurde der Brand des Kindergartens am Klinikum gemeldet.
Die Einsatzkräfte konnten jedoch „glücklicher Weise“ feststellen, dass dort eine Sylvesterfeier stattfand und „nur“ ein stark rauchendes Schwedenfeuer im Innenhof brannte, da dann zu löschen war.

Bereits gegen 01.00 Uhr bemerkte ein Zeuge, nach einem Knall in der Sonnenbühlstraße, Jugendliche wegrennen. Als der Zeuge dem merkwürdigen Verhalten nachging, wurde festgestellt, dass ein unter einem Pkw explodierter Feuerwerkskörper den Benzinfilter entzündete und durch den entstehenden Brand erheblicher Schaden im Innenraum verursacht wurde. Die verständigte Feuerwehr konnte den Brand zwar löschen und zur Sicherheit die Batterie abklemmen, da aber durch die evtl. beschädigte Benzinleitung eine Umweltgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte, musste der beschädigte Pkw abgeschleppt werden.

Gegen 00.15 Uhr mussten sich die Beamten um einen aggressiven alkoholisierten 20-Jährigen aus dem Kreis Tuttlingen kümmern, der mächtig Ärger machte, weil er in seinem Zustand von Sicherheitskräften einer Diskothek nicht mehr eingelassen wurde. Erst ein Platzverweis mit Gewahrsamsandrohung brachte den jungen Mann zur Vernunft.

Gegen 03.15 Uhr wurde ein mit 1,4 Promille alkoholisierter 19-Jähriger, der in einer Diskothek auf einem Stuhl saß, vom Stuhl gestoßen und anschließend von mehreren Personen so stark getreten, sodass er mit erlittenen Prellungen und Hämatomen von einem Rettungswagen ins Klinikum gebracht werden musste.

BEREICH RADOLFZELL

Sachbeschädigung
Radolfzell Bereits am Dienstagabend gg. 19.15 Uhr wurde, vermutlich durch einen Feuerwerkskörper, eine beim Wasserhochbehälter in der Rißgasse aufgestellte Dixi-Toilette entzündet und vollständig zerstört.
Es entstand ca. 2000 € Sachschaden.

In der Silvesternacht war es in Radolfzell auffallend ruhig. Die Beamten wurden “nur“ zu ein paar Streitigkeiten und Ruhestörungen gerufen. Die Straßen waren sehr glatt / schneebedeckt, es kam aber nur am Neujahrsmorgen gg. 02.15 Uhr auf der L 220 in Höhe Rickelshausen zu einem Unfall, bei dem sich zwei Pkws streiften und ca. 6000 € Sachschaden entstand.

BEREICH SINGEN

Sylvester
Singen Im Laufe des Sylvesterabends ging im Raum Singen Eisregen nieder. Durch vorsichtiges und umsichtiges Verkehrsverhalten kam es jedoch zu keinen schwereren Verkehrsunfällen.

Bis zum Jahreswechsel waren nur vereinzelt polizeiliche Vorkommnisse zu verzeichnen, was aber nach Mitternacht ins Gegenteil umschlug.

Gegen 01.30 Uhr wurden Beamte in eine Disco ins Industriegebiet gerufen, weil dort ein alkoholisierter 20-jähriger Romanshorner plötzlich einen 19-jährigen schweizer Landsmann auf der Tanzbühne mit einem Kopfstoß ins Gesicht bedachte, sodass der Geschädigte eine blutende Wunde im Gesicht davon trug.
Eingreifende Sicherheitsbedienstete wurden durch den aggressiven und sich heftigst wehrenden Mann ebenfalls leicht verletzt. Gegenüber den eintreffenden Polizeibeamten wehrte sich der Beschuldigte mittels Tritten, Schlägen und Spuckattacken. Bis hin zum Schlagstockeinsatz mussten die Beamten gehen, um den Mann fixieren zu können. Als dieser schließlich die Ausweglosigkeit seiner Situation erkannte, versuchte er sich durch heftiges mit dem Kopf auf den Boden schlagen selbst Verletzungen beizubringen. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde der Mann in einer Ausnüchterungszelle untergebracht. Aufgrund von Erkenntnissen und des Gesamtverhaltens wird das Blut auch auf verbotene Inhaltsstoffe nach dem Betäubungsmittelgesetz untersucht.

Am Neujahrsmorgen wurden Polizei und Rettungsdienst, gg. 05.45 Uhr, zu einer blutüberströmten Frau nach Engen gerufen. Nach ersten Erkenntnissen soll es in einer Gaststätte zwischen einem 53-jährigen Mann und der 30-jährigen Frau einen Streit gegeben haben, bei dem die Frau durch mehrere Messerstiche verletzt wurde.
Die Alkoholisierungsgrade waren nicht unerheblich.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

BEREICH STOCKACH

Unfall
Stockach Bei durch niedergegangenen Eisregen nicht angepasster Geschwindigkeit kam am Sylvesterabend, gg. 19.30 Uhr, ein mit nahezu zwei Promille alkoholisierter 56-jähriger Mazda-Fahrer auf der Winterspürer Straße, im Bereich der Einmündung Dillstraße, in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte so heftig gegen einen Gartenzaun und zwei Betonpfosten, dass der Pkw auf die Fahrerseite umkippte und so liegen blieb. Der eingeklemmte Fahrer musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Am Mazda entstand wirtschaftlicher Totalschaden, insgesamt beläuft sich der Schaden nach ersten Erkenntnissen auf ca. 10000 €.
Eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheines folgten als Sofortmaßnahmen.

Unfall
Stockach Ca. 10000 € Sachschaden und eine leicht verletzte Frau sind die Bilanz eines Unfalles am Dienstag, gg. 14.00 Uhr. Ein 65-jähriger Mann fuhr mit seinem AUDI in Höhe der Höfe Schweinsgruben von einem Feldweg auf die B 14 ein. Ein vorfahrtsberechtigt auf der B 14 fahrender 69-jähriger Mann konnte seinen Pkw nicht mehr rechtzeitig hinter dem plötzlich einfahrenden Audi abbremsen und fuhr so heftig auf, dass der AUDI nach rechts von der Fahrbahn geschoben wurde.

Bereich Autobahn

Glätteunfälle
Hegau Zu vier Unfällen wurden die Beamten des Autobahnpolizeireviers gerufen, weil jeweils Fahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf schnee- bzw. eisglatter Fahrbahn ins Schleudern gerieten und gegen die Leitplanken fuhren.
Der Gesamtsachschaden beträgt ca. 16000 €.

Quelle: Polizeidirektion Konstanz - 1.1.2009