Der Bodensee hat so wenig Wasser wie nie zuvor in diesem Jahr. Am Pegel Konstanz wurden 275 Zentimeter gemessen. Was die Gründe sind und wie sich die Situation weiter entwickeln könnte.

Der Bodensee hat so wenig Wasser wie nie zuvor in diesem Jahr. Am Pegel Konstanz wurden 275 Zentimeter gemessen. Was die Gründe sind und wie sich die Situation weiter entwickeln könnte.

Historisches Tief für den 13. August
Am Pegel Konstanz wurden laut LUBW am Donnerstag 275 Zentimeter gemessen. „Damit liegt der Wasserstand deutlich unter den jahreszeitlich üblichen Werten“, hieß es. Es war zudem der niedrigste Wert, der je an einem 13. August gemessen wurde (Auswertezeitraum ab 1850).

Bislang war der niedrigste Wasserstand des Jahres am 9. Februar mit 276 Zentimetern gemessen worden. Ende Februar/Anfang März 1858 lag der Pegel laut LUBW über mehrere Tage bei 226 Zentimetern – das ist der niedrigste Wert der gesamten Messreihe seit 1850.

Experten erwarten weiteren Rückgang
Und auch der neue Tiefststand dürfte nicht von langer Dauer sein: Die LUBW rechnet mit einem weiteren Rückgang des Wasserstandes. An einem heißen Sommertag könne die Verdunstung aus dem Bodensee durchaus auf bis zu 30 Kubikmeter pro Sekunde steigen. „Das entspricht etwa dem Volumen eines Tanklastwagens pro Sekunde“, teilte die LUBW mit. Normalerweise werde dieser Verlust durch die Zuflüsse zum Bodensee ausgeglichen – das sei in diesem Jahr nicht ausreichend der Fall

Quelle:
Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)