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Thema: Tor zum Bodensee - Das neue Kunstwerk in Stockach am Bodensee

  
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    Cool Tor zum Bodensee - Das neue Kunstwerk in Stockach am Bodensee

    Das „Tor zum Bodensee“ ist über fünf Meter hoch und vier Meter breit. Freistehend, aus Stahl, Aluminium und Acrylglas geschaffen, ist es in seiner Symbolik ein beeindruckendes Beispiel für Kunst im Kreisverkehr. Die Künstlerin Ursula Haupenthal aus Stockach hat das Kunstobjekt im Auftrag des Zweckverbandes Blumhof der Gemeinden Stockach und Bodman-Ludwigshafen entworfen und realisiert. In diesen Tagen wird die Skulptur auf dem Kreisel der B 31 beim Interkommunalen Gewerbegebiet Blumhof, nahe der A 98, montiert und soll am 9. Oktober enthüllt werden.

    Ein „Tor zum Bodensee“ auf dem Verkehrskreisel ihres gemeinsamen Gewerbegebiets „Blumhof“ zu erstellen, lautete der Auftrag des Zweckverbandes Blumhof der Nachbargemeinden Stockach und Bodman-Ludwigshafenan die Künstlerin Ursula Haupenthal, die als Siegerin aus einem Wettbewerb zu diesem Thema im Jahre 2007 hervorgegangen war. Sie sah sich vor eine vielseitige Aufgabe gestellt: ein Symbol im Sinne des Auftrags zu schaffen, die Zustimmung vieler für diese Kunst im öffentlichen Raum zu gewinnen, bei der künstlerischen Gestaltung die Frage der Verkehrssicherheit zu berücksichtigen und natürlich ihrem eigenen künstlerischen Anspruch gerecht zu werden.

    Die sehr markante Kontur des Bodensees wird leicht erkannt, auch wenn seine Fläche geteilt und je als „Torflügel“ vertikal aufgestellt wird. Diese Flügel bilden in Haupenthals Skulptur die beiden dominanten Achsen des Tores, im Winkel so zueinander gesetzt, dass dieser, von Norden aus gesehen, wie ein Pfeil zum Bodensee weist. Der Bodensee visualisiert das Verbindende, Gemeinsame. Diese Symbolik wird durch den Torcharakter verstärkt: „Im Tor bündeln sich die Energien der Menschen, die den See, die Region, als Ganzes sehen und vermarkten “, beschreibt Haupenthal ihren Grundgedanken.

    In all ihren Werken lässt Haupenthal das Material als solches sprechen. Das Bodenseebecken, vom Rheingletscher in der Würmeiszeit geformt, der Hegau, vulkanisch geprägt, - „bewegte Landschaft“ also – ist die Analogie zu dem heißen, flüssigem Aluminium, welches in der Gussform erstarrt, abkühlt und die Hautstruktur an der Oberfläche der Skulptur bildet. Die hochtransparenten Acrylplatten, im Inneren der doppelwandigen Aluminium – Flügel geschichtet angeordnet, changieren zwischen blau und grün. Die Künstlerin lässt im Zusammenspiel der Materialien das Licht die Skulptur modulieren: „Wenn das Licht zwischen den Glasplatten schwingt und sich an den Kanten bricht, sieht man Wellenläufe, als wenn ein Stein in´ s Wasser fiele.“ Nachts werden die Innenkanten der Acrylplatten von Schwarzlicht hinterleuchtet. Die Flügel werden dann unsichtbar sein und der Innenraum des Tores leuchtet. „Je nach Standort erscheint die Lichtkontur des Bodensees anders, von Süden als Linie, von der Seite als Streifen, von Norden als Körper“, verspricht Haupenthal einen ungewöhnlichen visuellen Eindruck.
    Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz davon überzeugt, dass das Kunstwerk überregionalen Anklang finden wird: „Die Arbeit versinnbildlicht nicht nur die touristische, sondern vor allem die kulturelle Bedeutung der Region.“


    Weitere Informationen:

    Ursula Haupenthal lebt und arbeitet in Stockach-Winterspüren. Sie wurde 1955 in St. Wendel im Saarland geboren. Zu ihren Arbeiten zählen auch Skulpturen-Instrumente, für die sie komponiert und Konzerte gibt, Klanginstallationen und Fotografien von Metallen, Licht und Wasser, Zeichnungen.

    Das Kunstwerk: Auf die Hohlkonstruktion aus verzinktem Stahl sind an den vier Breitseiten der beiden Flügel (geteilter Bodensee) Platten aus Aluminiumgusshaut aufgebracht. Die Schmalseiten sind mit geschliffenem Aluminium verkleidet. Die Tiefe der Flügel beträgt 50 cm und sind zur Mitte hin abgeschrägt.
    In den Raum zwischen den Flügeln sind jeweils 10 Platten aus Acrylglas (Altuglas), 10 mm in einem Abstand von 10 mm gesetzt. Ihre vorderen Kanten sind mit 30 Grad gefräst. Die zwei Blöcke aus Acrylglas bilden zur Mitte einen spitzen Winkel.
    Die Skulptur steht auf dem Kreisel an der B 31, Stockach – Ludwigshafen, Gemarkung „ Blumhof“. Der Kreisel hat einen Gesamtdurchmesser von 30 Meter.
    Maße: je ein Flügel ist 5,50 Meter hoch und 2,10 Meter breit
    Material: Aluminiumgusshaut, 35 mm stark; Acrylglas 10 mm stark, Hohlkonstruktion aus verzinktem Stahl.

    Quelle: Stadt Stockach
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