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Thema: Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung am Bodensee

  
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    Beitrag Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung am Bodensee

    Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist Schirmherrin für den Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung 2009

    Juroren treffen Wahl unter Bildern und Skulpturen von 275 Künstlern

    Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 1978 wurde der Bundes-Kunstpreises für Menschen mit Behinderung der kommunalen Carl-Müller-Mettnau-Stiftung in Radolfzell von vielen namhaften Persönlichkeiten unterstützt. Die Stadt am Bodensee freut sich aber ganz besonders, dass Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in diesem Jahr die Schirmherrschaft zur Auszeichnung von 20 behinderten Künstlern aus dem gesamten Bundesgebiet übernahm und damit ihre besondere Wertschätzung den behinderten Künstlern gegenüber zum Ausdruck brachte. „So manche Betreuungseinrichtung transportierte die Exponate selbst quer durch Deutschland und brachte einige der kreativen Behinderten gerade mit“, freute sich Kulturamtsleiterin Astrid Zurek, die mit ihrem Team diesen einzigartigen Kunstpreis betreut. Am 28. März trafen fünf Kunstexperten aus Deutschland und der Schweiz, die seit langem mit der Kunst von Behinderten bewandert sind, ihre Wahl unter 275 eingereichten Werken. Da es immer schwer ist, unter all den faszinierenden Exponaten die Preisträger zu ermitteln, gibt es jeweils einen Hauptpreis und 19 weitere, gleichwertige Preisträger.

    An dem Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung können bundesweit alle körperlich, geistig und psychisch behinderten Künstler mit einem Schweregrad von mindestens 80 Prozen und einem Mindestalter von 16 Jahren mit jeweils einem Werk teilnehmen. Der Stiftungsname erinnert an die Verdienste des Radolfzeller Bürgers Carl Müller, Vater des Stifters Wilhelm Müllerzell. Wilhelm Müllerzell, selbst Künstler mit einer im Krieg erlittenen Behinderung, wollte mit dieser Stiftung andere behinderte Künstler ermutigen, sich mitzuteilen. Der Schwerpunkt der Ausschreibung liegt auf Kunst, wobei die ganz persönliche Kunstsprache des einzelnen ein ausschlaggebendes Kriterium für die Preisvergabe ist.

    Die Jury war mit Professor Doktor Walter Schiementz, Rastatt, Bernhard Frei, Romanshorn, Peter Schaufelberger, St. Gallen, Rose-Marie Stuckert-Schnorrenberg, Moos-Weiler und dem Radolfzeller Kulturreferenten Karl Batz fachkundig besetzt. Bei der Bewertung gibt es keine Berücksichtigung der persönlichen Schicksale. „Unsere Einschätzung richtet sich in der Beurteilung nach Motiven, Form, Technik, künstlerischer Ausführung und auch der erzählenden Darstellung“, so Professor Schiementz. Die behinderten Künstler lassen sich in keine Trends oder Muster pressen, sondern drücken sich oft mit viel Spontaneität und Lebensfreude aus. Manchmal kann man auch ganz persönliche Erfahrungen erahnen. Neben den unterschiedlichen Bildern ist auch ein grafisches Werk unter den Preisträgern. „Uns geht es bei dieser Künstlergruppe nicht um Konkurrenz, daher gibt es neben dem Hauptpreis 19 Preisträger ohne Rangfolge“, betont Karl Batz.

    Zur Ehrung am 8. Mai im Milchwerk Radolfzell, für die viele Behinderte von weither anreisen, schickt die Bundeskanzlerin ein persönliches Grußwort. Es ist jeder eingeladen: „Wir möchten ganz bewusst die Hemmschwelle zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten überschreiten und den Gästen mehr über die Lebenswege, aber auch die Fröhlichkeit und große Kreativität der behinderten Künstler vermitteln“, wünscht sich Astrid Zurek.

    Die Preisträger erhalten jeweils eine Urkunde und einen Scheck. Das Geld hierfür stammt von Sponsoren, allen voran als Hauptsponsor die Thüga AG. Während der Ausstellung vom 8. Mai bis 14. Juni können alle 275 Exponate bewundert und größtenteils erworben werden. „Es lohnt sich zu kommen!“, so Karl Batz, der wie die anderen Juroren schon einen tiefen Eindruck mitnahm.


    Bildzeile:
    Aus insgesamt 275 Werken behinderter Künstler aus der ganzen Bundesrepublik trafen fünf fachkundige Juroren ihre Wahl für den 17. Radolfzeller Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung (von links: Karl Batz, Bernhard Frei, Romanshorn, Rosemarie Stuckert-Schnorrenberg, Moos, Peter Schaufelberger, St. Gallen, Prof. Dr. Walter Schiementz, Rastatt). Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist Schirmherrin dieser besonderen Preisverleihung.
    Foto: Gaby Hotz


    Infokasten:
    Die Eröffnung und Preisverleihung findet am 8. Mai 2009 um 15 Uhr im Tagungs-, Kultur- und Messezentrum Milchwerk, Werner-Messmer-Str. 14, Radolfzell, statt. Die Ausstellung ist vom 8. Mai bis einschließlich 14. Juni 2009 in der Halle direkt neben dem Kletterwerk beim Milchwerk Radolfzell und in der Villa Bosch, Scheffelstraße 8 zu sehen. Öffnungszeiten jeweils von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Die meisten Exponate sind zum Verkauf angeboten – es gibt einen Ausstellungskatalog.
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